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"Praktische Nächstenliebe" in der Katholischen SonntagsZeitung vom 24./25. November 2007

"Praktische Nächstenliebe" in der Katholischen SonntagsZeitung vom 24./25. November 2007

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Praktische Nächstenliebe

St. Martin-Gesellschaft Berlin besteht seit zehn Jahren

BERLIN - Im Dezember 1997 wurde die St. Martin-Gesellschaft gegründet. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, soziale Einrichtungen in Berlin und Brandenburg zu unterstützen. Als Verein katholischer und evangelischer Christen fühlt die Gesellschaft sich verpflichtet, im Sinne christlicher Nächstenliebe aktiv zu werden.

"Wir nehmen uns des Schicksals notleidender Menschen in der Hauptstadtregion an", so fasst der Vorsitzende des Vereins, Bernhard Klinner, das Anliegen der Gesellschaft zusammen. In den vergangenen Jahren hat sie in erster Linie das Kinderhaus Sonnenblume in Schönow bei Bernau, die Fazenda Gut Neuhof bei Nauen, die Berliner Stadtmission in Berlin-Tiergarten sowie die Suppenküche der Schwestern Mutter Teresas (Missionarinnen der Nächstenliebe) in Berlin-Kreuzberg unterstützt.

Leben schützen

Das Kinderhaus Sonnenblume ist eine Mutter-Kind-Einrichtung, die auch Findelkinder aufnimmt und sich der Frauen und Mädchen annimmt, die durch Schwangerschaft und Geburt in innere und äußere Not geraten. Die Wahl fiel auf diese Einrichtung, "weil jedes Kind ein Recht auf Leben hat und das Haus Sonnenblume mit dem Ziel gegründet wurde, Leben zu schützen, zu ermöglichen und zum Leben zu ermutigen", sagt Bernhard Klinner.
Die Gründerin des Hauses, Schwester Monika Hesse, ist auf die Hilfe der St. Martin-Gesellschaft angewiesen: "Dass wir seit 1999 so vielen Frauen und Kindern schnell und unbürokratisch helfen können, ist nur möglich durch Geld- und Sachspenden, durch Gebet und Mittragen."
Die Fazenda Gut Neuhof bei Nauen, eine Einrichtung für junge Menschen mit Suchtproblemen, ist eine "zweite Chance für 14- bis 30-Jährige, die aus Familie, Ausbildung und Beruf herausgefallen sind, und wir wollen dabei helfen, ihnen diese Chance zu ermöglichen", sagt Bernhard Klinner zum zweiten Projekt.
"Um einer Auflage des Bauamtes zu entsprechen, mussten 1999 an der Suppenküche der Schwestern Mutter Teresas Vordächer im Hof angebracht sowie eine Abluftanlage im Keller installiert werden", erklärt Bernhard Kinner zum dritten Hilfsprojekt. Die Kosten für die Baumaßnahmen wurden zu 80 Prozent von der St. Martin-Gesellschaft übernommen.
Die Berliner Stadtmission zählt zu den ältesten karitativen Einrichtungen der Stadt. Seit 1877 kümmert man sich dort um Menschen, die auf der Strecke geblieben sind zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit oder persönliche Krisen. Das Zentrum der Stadtmission in der Lehrter Straße 69 unterhält heute eine Krankenstation für Wohnungslose mit angeschlossenem Übergangswohnheim, Übernachtungsmöglichkeiten, Projekte für Straffällige sowie ein Jugendgästehaus. "Wir haben bei der Anschaffung eines Kleinbusses geholfen und sorgen seitdem für die laufenden Betriebskosten", sagt Bernhard Klinner. So könnten beispielsweise Obdachlose zu Arztterminen oder zu Behörden gefahren werden.
Der Vereinsvorsitzende zieht eine positive Bilanz der Arbeit der Gesellschaft: "Durch Spenden und Beiträge der Mitglieder der St. Martin-Gesellschaft und durch Spenden von Nichtmitgliedern, aus größeren Einzelspenden von Unternehmen und aus den Einnahmen der bislang zehn Benefizveranstaltungen konnte der Verein mehr als 65.000 Euro an die vier Einrichtungen vergeben." Juliane Bittner