Projekte


Kinderhaus Sonnenblume e.V.
Fazenda Gut Neuhof e.V.
Fazenda Bickenried e.V.
Berliner Stadtmission

Kinderhaus Sonnenblume e.V.

  

Das Kinderhaus Sonnenblume in Schönow nördlich von Berlin ist eine Mutter-Kind-Einrichtung, die auch Findelkinder aufnimmt. Hier finden Mütter und ihre Kinder liebevolle Aufnahme, Zuwendung und Betreuung.

Immer wieder geraten Frauen und Mädchen in Not, weil sie aus Angst oder Hilflosigkeit keinen Ausweg und für ihr Kind keinen Platz in der Welt sehen. Oft sind sie von den Vätern der Kinder, von Verwandten und von der Gesellschaft alleingelassen. Sie wollen oder können sich die Sorge um ihr Kind nicht zumuten. Doch jedes Kind hat ein Recht auf Leben! Das Kinderhaus Sonnenblume ist Ansprechpartner für diese Mütter und ihre gefährdeten Kleinstkinder.

Die Franziskanerin Schwester Monika, langjährige Leiterin der Pankower Suppenküche, hat das Kinderhaus 1999 gegründet mit dem Ziel, Leben zu schützen, Leben zu ermöglichen, zum Leben zu ermutigen.

"Es ist nicht selbstverständlich, daß wir seit Jahren immer wieder so vielen Frauen und Kindern schnell und unbürokratisch helfen können. Dies ist nur möglich durch Ihre Geld- und Sachspenden, durch Ihr Gebet und Mittragen. Dafür danken wir Ihnen sehr."
Schwester Monika.

Im vergangenen Jahr konnte die Martingesellschaft bei der Arbeit von Schweter Monika mit einem Betrag von 1.600 Euro helfen.

 

Fazenda Gut Neuhof e.V.

- St. Martin-Gesellschaft e. V. hilft Eigenmittel zur Erlangung einer EU-Förderung aufzubringen -

   

10 Jahre "Fazenda da Esperanca" - auf dieses Jubiläum konnte 2008 die Fazenda Gut Neuhof in Markee bei Nauen, westlich von Berlin zurückblicken.

Es war ein Wagnis, das die Gründer dieses "Weges der Hoffnung" eingegangen sind: Würde es möglich sein, ein in Brasilien 1983 entstandenes und erfolgreiches Modell nach Deutschland zu übertragen? Würden sich Drogenabhängige auch in Deutschland auf diesen spirituellen Weg einlassen? Ist der atheistisch geprägte Osten Deutschlands der richtige Standort?

Gut Neuhof war vor gut zehn Jahren eine Ruine, ein Schandfleck, ein Abfallhaufen, in der "Pampa" gelegen. Doch durch großzügige Spenden, harte Arbeit, tiefen Glauben und unerschütterliche Zuversicht konnten dieser "Hof der Hoffnung" ausgebaut und neue Gebäude errichtet werden.

Das Motto der Fazenda lautet: Junge Menschen helfen jungen Menschen. Das heißt: Geschwisterlichkeit, Freiheit und eine hohe Akzeptanz der Helfer, die vielfach selbst von der Straße kommen, prägen das Zusammenleben auf dem Hof. Es sind Menschen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern sowie Brasilien und den Philippinen.

Die rund 35 Bewohner leben aufgeteilt in drei Wohngruppen und versorgen sich selbst. Sie kochen, waschen, arbeiten in Fleischerei und Bäckerei, bewirtschaften Hof und Garten, versorgen die Tiere, bauen die Gebäude weiter aus und erledigen Auftragsarbeiten für Dritte. Die Zeit der Rekuperation (Befreiung von Abhängigkeit) dauert ein Jahr und ist vom Bundesfamilienministerium anerkannt.

  

Die Fazenda - eine zweite Chance für 14 bis 30jährige, die aus Familie, Ausbildung und Beruf herausgefallen sind.

Zu den Spendern der Fazenda gehört auch die St. Martin-Gesellschaft e. V. Berlin: Seit 2000 hat sie fast 40.000 Euro zur Verfügung gestellt und damit kontinuierlich die Arbeit der Fazenda Gut Neuhof unterstützt.

Allein 2008 konnte sich unsere Gesellschaft mit insgesamt 7.000 Euro an der Anschaffung von zwei neuen VW-Transportern beteiligen. Ein Bus ist für die Männer-Fazenda in Markee bestimmt, ein Fahrzeug kommt in der Frauen-Fazenda in Riewend zum Einsatz. Beide Busse können jeweils bis zu acht Personen befördern. Außerdem werden sie zum Transport der in den beiden Einrichtungen hergestellten Erzeugnisse der Landwirtschaft und Tierhaltung im Raum Berlin/Brandenburg eingesetzt. So wird u. a. auch auf diese Weise ein Beitrag zum wirtschaftlichen Erhalt der beiden Fazendas geleistet.

Im letzten Jahr hat Gut Neuhof dank der vom Land Brandenburg bewilligten EU-Fördermittel und privater Spender viel schaffen können. Auch die Martingesellschaft unterstützte Gut Neuhof mit einem Betrag von 12.500 Euro.
"Um den Eigenanteil aufbringen zu können, der immer Bedingung einer EU-Förderung ist, war Ihre Spende sehr wertvoll",
schreibt uns der Geschäftsführer der Fazenda Gut Neuhof Norbert Teuber im Januar 2010.

In diesem Jahr sollen dort die Bauarbeiten am "Haus 2" fortgesetzt werden. Der Innenausbau ist auf einem guten Weg. Aus dem ehemaligen großen Stallgebäude, dessen Außenfassade im Jahr 2009 komplett fertig gestellt wurde, entsteht nach der Komplett-Instandsetzung ein Gäste- und Freizeithaus mit integriertem Hofladen.

Außerdem wird es die Möglichkeit bieten, potentielle Mitarbeiter für andere Fazenda-Standorte auszubilden und zu beherbergen. Auf Gut Neuhof sollen sie das notwendige Rüstzeug bekommen.

  

 

Fazenda Bickenried e.V.

- zweite Fanzenda für Männer in Deutschland eröffnet -

Rund zehn Jahre nach Eröffnung der Fazenda da Esperanca Gut Neuhof westlich von Berlin (am 25. Juli 1998) wurde durch den Augsburger Bischof Dr. Walter Mixa am 27. September 2008 die zweite Fazenda für Männer in Deutschland eingeweiht, und zwar in Bickenried nördlich von Kaufbeuren in Bayern.

Etwa vier Jahre dauerten die Renovierungsarbeiten in dem ehemaligen Abtshaus der Abtei Irsee, bis im Herbst 2008 die ersten Rekuperanten mit dem Ziel einzogen, sich im Verlauf eines mehrmonatigen Aufenthalts auf der Fazenda von der Abhängigkeit von Drogen, Alkohol, Nikotin und anderen Suchtproblemen zu befreien.

  

 

Berliner Stadtmission

 

Die Berliner Stadtmission gehört zu den ältesten karitativen Einrichtungen der Stadt. Schon seit 1877 kümmert sie sich um Menschen, die im rauhen Großstadtalltag auf der Strecke geblieben sind: durch Arbeitslosigkeit, Verlust der Wohnung, durch Not und persönliche Krisen, durch Drogen und Verführung.

Die Berliner Stadtmission leistet soziale und missionarische Großstadtarbeit und hilft besonders Menschen am Rande der Gesellschaft.

Das Zentrum am Hauptbahnhof der Berliner Stadtmission in der Lehrter Straße 68 unterhält ein Übergangshaus für wohnungslose Menschen, ein Straffälligenprojekt, im Winter die Kälte-Notübernachtung, eine evangelische Gemeinde und zwei Gästehäuser.

Um diesen Menschen zu helfen, hat die St. Martin-Gesellschaft e. V. Berlin bereits im Jahr 2000/2001 rund 6.000 Euro für einen Renaults Kangoo zum Einsatz in der Krankenstation der Stadtmission in der Lehrter Straße in gespendet. Aufgrund einer mit der Stadtmission am 31. Januar 2001 getroffenen Vereinbarung kommt die St. Martin-Gesellschaft seitdem für die alljährlich entstehenden Betriebskosten auf (Benzin, Versicherungen, Steuer, Reparaturen). - Dieses Fahrzeug erlitt 2008 einen Totalschaden, so dass ein neues Auto gekauft werden musste.

Demzufolge erwarb die Martingesellschaft im Dezember 2008 ein gebrauchtes Fahrzeug der Marke Opel Zafira (Foto), das auf Gasantrieb umgerüstet wurde und für die Notübernachtung und das Übergangswohnheim in der Lehrter Straße 68 zur Verfügung steht. Die St. Martin-Gesellschaft beteiligte sich an der Finanzierung des Autos, mit dem Obdachlose u. a. zu Ärzten und Behörden gebracht werden, und verpflichtete sich, auch für diesen Wagen die jährlichen Betriebskosten zu bezahlen.

Einschließlich der Mittel für den Opel Zafira konnte unsere Gesellschaft bislang insgesamt fast 32.000 Euro an die Berliner Stadtmission überweisen.

"Das Fahrzeug erweist vielen Menschen gute Dienste. Wir freuen uns sehr, daß Sie uns so treu unterstützen." Miriam John, Stadtmission

Heute gibt es weltweit Stadtmissionen in 38 Ländern von Australien bis Zambia.